Content Marketing richtig umsetzen

Content Marketing ist mittlerweile zu einem Evergreen unter den Marketing-Buzzwords geworden.
Viele Unternehmen sind sich der Relevanz des eigenen Contents für Ihren wirtschaftlichen Erfolg zwar bewusst − doch nur selten erreichen sie damit auch ihre Zielgruppe. Oft erinnert unternehmenseigener Content zu stark an Produkt- und Servicebeschreibungen. Der Mehrwert für die Leser geht im Kampf um die Lead Generierung verloren.

Für ein erfolgreiches Content Marketing sind deshalb zwei Faktoren entscheidend:

  1. Der Fokus auf die Zielgruppe
  2. Die richtige Distributionsstrategie

 

Die zielgruppengerechte Gestaltung Ihres Contents ist entscheidend

Bevor Sie in die Gestaltung Ihrer Inhalte einsteigen, sollten Sie sich immer die grundlegende Frage stellen, wen Sie erreichen möchten. Adressieren Sie beispielsweise eher private Konsumenten oder sind Sie im B2B-Bereich aktiv? Je präziser Sie Ihre Zielgruppe kennen, desto passgenauer können Sie Ihre Content Strategie ausrichten. Nutzen Sie das Potential eines Perspektivwechsels und versuchen Sie, sich in die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe hineinzuversetzen. Vergessen Sie nicht, Sie selbst sind auch Kunde verschiedenster Unternehmen. Sie werden schnell feststellen, dass werbliche Botschaften gespickt mit Produktbeschreibungen auch bei Ihnen ungelesen abprallen.

Im guten Content Marketing liegt der Fokus also nicht länger auf der Botschaft des Unternehmens, sondern auf dem Informationsbedürfnis der (potentiellen) Kunden. Der Nutzer soll auf der Suche nach einer Lösung für sein “Problem” auf Ihr Unternehmen aufmerksam werden, Sie als Problemlöser verstehen und somit eine Beziehung ganz anderer Qualität zu Ihnen aufbauen. Damit das gelingt, müssen Sie als Unternehmen von Werbebotschaften abrücken und sich mit den Interessen und Problemen Ihrer Kunden beschäftigen, um mehrwertstiftende Inhalte für sie zu erzeugen.

Sich dieser nutzerzentrierten Herangehensweise zu verschreiben ist eine Entwicklung, die ihre Zeit braucht und zunächst einmal im Unternehmen verankert werden muss. Daher bedarf es einer ausreichenden Wissensvermittlung innerhalb der verantwortlichen und beteiligten Teams. Es muss verdeutlicht werden, welche mittel- oder langfristigen Zielsetzungen hinter dem Content Marketing stehen und welche Vorteile es bringt, sich auf den Nutzer einzulassen.

 

Guter Content allein genügt nicht – was zählt, ist die richtige Distributionsstrategie

Sind Ihre zielgruppengerechten Inhalte einmal erstellt, geht es an die Ausarbeitung einer passenden Distributionsstrategie. Fragen Sie sich, wann, wo und auf welche Weise Ihre Zielpersonen Inhalte konsumieren. Über welche Kanäle können Sie Ihre Kunden erreichen und zu welchen Uhrzeiten sind sie aktiv? Auch der beste Content, der echten Mehrwert bietet und sich weit über das eigene Produktportfolio hinaus mit den Problemen der Zielgruppe beschäftigt, bleibt wirkungslos, wenn er im World Wide Web zwischen den konkurrierenden Angeboten nicht gefunden wird.

Die Basis einer guten Verbreitung Ihrer Inhalte ist deshalb die suchmaschinenoptimierte Aufbereitung, um bei Suchanfragen möglichst gut platziert zu sein. Auch aktive Maßnahmen sollten eingeplant und konsequent umgesetzt werden. Social Media Aktivitäten sind dabei ein wichtiger Baustein. Dies muss nicht zwangsläufig die klassische Facebook Page sein, denn natürlich sollten Sie vorrangig dort aktiv sein, wo sich die eigene Zielgruppe aufhält. Je nach Kontext können also ganz andere Social Media Kanäle zum Tragen kommen. Auch klassische Pressearbeit, E-Mail-Marketing und Performance Marketing Kampagnen sind typische Distributionsmaßnahmen für den eigenen Content.
Bei allen Maßnahmen gilt es, die nutzerzentrierte Perspektive beizubehalten und auch hier nicht plötzlich zu marktschreierisch zu werden. Eine generelle Erfolgsformel gibt es dabei nicht, eben weil die Zielgruppen eines jeden Unternehmens unterschiedlich sind und es individueller Strategien bedarf. Häufig fehlen gerade zu Beginn die Daten und Informationen, um Kampagnen direkt optimal auszusteuern. Daher ist entscheidend, von Beginn an die richtigen Monitoring Tools mit aufzusetzen. Es gilt, die Ergebnisse regelmäßig zu beobachten und die eigenen Aktivitäten permanent anhand dieser Erkenntnisse neu zu durchdenken, zu hinterfragen und zu optimieren. Diese Daten und Informationen sind das wichtigste Tor zu den Bedürfnissen der Nutzer, Ihrer potentiellen Kunden – quasi das “Zuhören von heute”.

 

Bild: © shutterstock/metamorworks

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